Ablauf der Kältetherapie

Abrisskante in blau

Zunächst wird der Ersttermin vereinbart. Hier wird eine gründliche Anamneseerhebung stattfinden, eine ausführliche standardisierte Aufklärung, sowie festgestellt, ob bei Ihnen eine medizinische Indikation besteht. Sollte dies der Fall sein, empfehlen wir unseren Patienten mit ihrer Krankenkasse zu sprechen und die von uns gestellte Rechnung ggf. einzureichen. Vereinzelte Krankenkassen geben hier Zuschüsse.

Im Rahmen von betrieblichen Gesundheitsmanagement gibt es auch immer mehr Arbeitgeber, die ihre Belegschaft bei regelmäßiger Anwendung finanziell unterstützen und Zuschüsse gewähren.

Bei Privatpatienten übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten. Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass Erstattungen und Zuschüsse variieren und nicht unserem Einfluss unterliegen. Es scheint auch hier sinnvoll, im Vorfeld eine Kostenübernahmeerklärung einzuholen. 

Bitte achten Sie darauf, dass Sie zur Ganzkörperkälteanwendung:

  • Handschuhe und Socken mitbringen

  • Sich 4 Stunden zuvor nicht eingecremt haben (Inhaltsstoffe der Cremes und Lotionen können auf der Haut zu Erfrierungen führen, die sich wie „Verbrennungen“ äußern können.)

  • Jeglichen Körperschmuck ablegen (Metall leitet Kälte sehr gut und kann so auch zu den Kälteverbrennungen führen)

  • Sie zuvor keinen Alkohol getrunken oder Psychotrope Substanzen zu sich genommen haben

Die Anwendung selbst dauert nur 3 Minuten. In Einzelfällen kann leichtes Kältezittern entstehen.

Die Kälte fühlt sich angenehm an, da sie absolut trocken ist. Und die 3 Minuten sind schneller vorbei als man denkt.

Erst danach beginnt im Körper das, was wir gerne nutzen möchten. Der genaue Mechanismus ist noch nicht entschlüsselt und ist Gegenstand der Forschung. Immer neue Studien stützen zuvor gemachte Beobachtungen, einige konnten die gemachten Beobachtungen jedoch nicht verifizieren.

Kontraindikationen - Sie sollten von einer Anwendung absehen

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 6 Monate einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatten

  • Sie eine Tumorerkrankung haben, da die Auswirkungen der Kälte auf Tumoren nicht erforscht sind

  • Sie Angina pectoris haben und hin und wieder über Herzenge klagen

  • Bei akuter Herzschwäche mit Wassereinlagerungen in Beine oder Lunge

  • Sie einen nicht eingestellten Bluthochdruck haben oder trotz Medikamenten die Blutdruckwerte 160/90 mmHg übersteigen

  • Bei Durchblutungsstörungen in den Gefäßen oder Gefäßwandentzündungen

  • Herzschrittmacher / Defi

  • Dekompensiertes (instabiles) Asthma und COPD

  • Asthma, welches auf Kälte reagiert (Kälteasthma)

  • akute Atemwegsinfekte

  • Aktuelle Venenthrombosen oder Venenentzündungen

  • Akute Nieren- und Harnwegsinfekte

  • Schwere Blutarmut (Anämie)

  • Kälteallergien

  • Epilepsie oder generalisierte Krampfanfälle

  • Infizierte Wunden an der Haut

  • Bei Polyneuropathie durch Zuckererkrankung (Störung der Hautdurchblutung)

  • Schwangerschaft

  • Platzangst (relative Kontraindikation, Behandlung kann jederzeit abgebrochen werden)

  • M. Raynaud (weiße Finger bei Kälte sind eine relative Kontraindikation, da die Finger durch Handschuhe geschützt sind)

Quelle: Prof. W. Papenfuß, Die Kraft aus der Kälte, 3. überarbeitete Auflage, Edition k (Verlag)